Fürstenweg 63 & 67a, Innsbruck

Die openhouse Bauträger GmbH hat die im Jahr 2011 zwei kleine Wohnhäuser mit fünf, beziehungsweise sechs Wohnungen auf zwei nebeinanderliegenden Parzellen im zentrumsnahen Innsbrucker Stadtteil Höttinger Au errichtet. Beide Gebäude sind zwar formal sehr unterschiedlich, weisen aber Gemeinsamkeiten bei der Fassadengestaltung und dem Einsatz von anthrazitfarbenem Creativbeton im Eingangsbereich auf Das Haus 63 liegt als Solitär mit nur zweieinhalb Geschossen zwischen überwiegend sechsgeschossigen Zeilen und Blockrandbebauung aus den 60er und 70er Jahren. Aufgrund der vorgegebenen Abstandsbestimmungen ergibt sich diese geringe Höhe und der mehrfach abgestufte Baukörper. Insgesamt befinden sich fünf Wohnungen mit Grössen zwischen 50 und 105m² in dem Gebäude. Eine Tiefgarage mit zehn PKW-Stellplätzen füllt das Grundstück fast vollständig aus, und ist mit dem direkt daneben liegenden Haus 67a unterirdisch verbunden, das über keine eigene Tiefgarage verfügt. Das Haus 67a schliesst auf sechs Geschossen eine seit fast 40 Jahren bestehende Baulücke. Als Besonderheit erfolgt die Erschliessung des Gebäudes über das Stiegenhaus des Bestandsgebäudes Nr.67. In den unteren Geschossen befinden sich Mietwohnungen mit jeweils 80m2 Nutzfläche, deren Grundrisse sich minimal unterscheiden. Durch kleine Verschiebungen oder Weglassen einzelner Fensteröffnungen und die unterschiedliche Anordnung der Balkone ergeben sich bei fast identischen Grundrissen recht unterschiedliche Raumeindrücke. Die Unterschiede zeichnen sich auch in der weissen Putzfassade mit den anthrazitfarbenen Fenstern ab. Die Standardfenster sind französische Fenster mit 1,50m Breite die innerhalb eines Rasters verspringen. Zusätzlich gibt es grossflächige Verglasungen bei den Balkonen und Wohnräumen und schmale Fensterschlitze bei Bädern und Küchen, wobei alle Öffnungen eine einheitliche Höhe haben. In den beiden obersten Geschossen liegt eine Penthousemaisonnette mit den Schlafräumen im 4. und dem Wohn- Essraum im 5.Stock. Direkt davor befindet sich eine südostorientierte, mit heimischer Lärche gelegte Terrasse. Als besonderes Highlight führt eine Wendeltreppe von der Terrasse auf ein Sonnendeck auf dem Hauptdach, von wo man einen beeindruckenden Rundumblick auf die Innsbrucker Bergwelt geniessen kann. Bei allen Wohnungen des Projekts fällt auf, dass durch den Einsatz der französischen Fenster die Räume sehr hell und freundlich sind und dass der vermeintliche Nachteil der „falschen“ Ausrichtung des Gebäudes nach Norden und Osten durch das Panorama der Innsbrucker Nordkette mehr als nur wettgemacht wird.